Vorschau: Fotoausstellung „Beautiful Freaks“ von Ralf Obergfell

Beautiful PeopleDas RosaCaleta eröffnet am Donnerstag, den 4. September 2014 um 19 Uhr die Fotoausstellung „Beautiful Freaks“. Darin zeigt Ralf Obergfell ausgefallene Gestalten aus dem Londoner Nachtleben. Unter der gleichnamigen Veranstaltung waren sie Ausstellungs- und zugleich Aktionsobjekte in einer Holz-und-Stahl-Konstruktion von Künstler und Setdesigner Tony Hornecker. Die Besucher wanderten hindurch und durch die Interaktion verwischte die Grenze zwischen Zuschauer und Akteuren.

Über Beautiful Freaks

Nach einer vierjährigen Entstehungszeit debütierte „Beautiful Freaks“ 2009 in der Dalston Superstore Gallery im Londoner East End, im Zentrum von Kunst, Mode und Partys und wo mit den traditionellen Geschlechterrollen gebrochen wurde. Die legendären Darsteller waren inmitten eines Durcheinanders aus Perücken, Luftballons, Elektrowerkzeugen, Gucklöchern und einseitig durchsichtigen Spiegeln in einem Labyrinth aus Höhlen und Käfigen. Eine an Amsterdam erinnernde Allee mit einem avantgardistischen Twist, bei der die Performer nur teilweise sichtbar waren, manchmal aus unangenehmen Blickwinkeln, aber eindeutig die Kontrolle über Ihre Umgebung hatten. Dadurch war nicht ganz klar, wer obenauf war – Freaks oder Gaffer.2010 kam es zur Neuinszenierung. Das Royal College of Art lud Obergfell und Hornecker ein, „Beautiful Freaks“ als Teil einer Spielzeit über Geschlecht und Performance neu aufzuführen. Mit neuen Darstellern, aufwändigeren Konstruktionen im Stil von Verpackungskisten und noch ausgefalleneren Performances spitzten sie die neue Version zu.2012 brachte Obergfell die „Beautiful Freaks“ schließlich nach Berlin. Der Berliner DJ Tim Knopf legte den passenden Deep House und Techno-Beat auf. Mit der Veranstaltung eröffnete Obergfell sein eigenes Studio, das ihm als Fotostudio dient, aber zugleich auch als Showroom für Fotografien, Malereien, Installationen und Videokunst.Die von Obergfell abgelichteten Charaktere bauen eine ungewöhnliche Nähe zum Betrachter auf. Die Fotografien sind ein involvierender Beweis derjenigen, deren Leben eine fantastische Verwirrung zwischen Realität und Performance sind, mit Disko und Kunstgalerie als Bühne.

Über Ralf Obergfell

Während seiner Zeit in London von 1991 bis 2010 wurde er Teil des Londoner Nachtlebens und dokumentierte mit seiner Kamera die polysexuellen Bewohner, welche die düsteren, aber revolutionären Locations in East London bevölkerten. Dazu gehörten George & Dragon, Trailer Trash und Joiners Arms auf der Hackney Road und die berüchtigten Gaypartys im 333 in Shoreditch.Obergfell hielt die extremen Formen von Clubkindern, Diskofreaks und Transsexuellen fest. Er fokusierte immer mehr auf die exotischten Kreaturen einer neu aufgekommenen Reihe von Veranstaltungen im Nachtleben. Dazu gehörte auch die Clubnacht „GutterSlut“, die er 2007 zusammen mit Dalston Gay Mafia gründete.

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